Sternberg-Test kostenlos — Suchgeschwindigkeit im Arbeitsgedächtnis (28 Durchgänge)

Kostenloser Sternberg-Test zur Gedächtnissuche: Merken Sie sich 1 bis 6 Ziffern, 1,2 Sekunden lang gezeigt, und entscheiden Sie, ob eine Prüfziffer im Set war. 28 Durchgänge in etwa 4 Minuten liefern Genauigkeit, mittlere Reaktionszeit und die Suchsteigung — die ms pro zusätzlichem Element. Eine Selbstprüfung, keine Diagnose.

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Was enthalten ist

Dauer
~4 Min.
Preis
Kostenlos

Was gemessen wird

Die Sternberg-Aufgabe ist ein klassisches Experimentalparadigma, das misst, wie schnell Sie den Inhalt des Arbeitsgedächtnisses durchsuchen. Ein Gedächtnisset aus 1 bis 6 Ziffern erscheint für 1,2 Sekunden, gefolgt von einer leeren Sekunde und dann einer einzelnen Prüfziffer. Sie drücken Ja, wenn diese Ziffer im Set war, und Nein, wenn nicht — so schnell und so genau wie möglich. Die Hälfte der Prüfziffern war im Set enthalten, die andere Hälfte nicht.

In Saul Sternbergs Experiment von 1966 stieg die Reaktionszeit mit jedem zusätzlichen Element des Gedächtnissets um einen nahezu konstanten Betrag — ein Befund, der als Vergleich der Elemente im Gedächtnis nacheinander gedeutet wurde. Deshalb ist die entscheidende Kennzahl hier nicht die Genauigkeit, sondern die pro Element hinzukommende Zeit.

So lesen Sie Ihr Ergebnis

Es gibt insgesamt 28 Durchgänge mit gleichmäßig gemischten Setgrößen von 1 bis 6. Der Hauptwert ist die Genauigkeit in Prozent, gezeigt zusammen mit der mittleren Reaktionszeit in Millisekunden, die nur aus richtigen Durchgängen berechnet wird. Das ausführliche Ergebnis zeigt die mittlere Reaktionszeit je Setgröße sowie die Regressionssteigung der Reaktionszeit über die Setgröße in ms pro Element — also um wie viel langsamer Sie im Mittel für jedes zusätzliche Element im Gedächtnis antworten.

Je kleiner die Steigung, desto schneller Ihre Gedächtnissuche. Für Erwachsene wird meist eine Verlangsamung von etwa 30–40 ms pro Element berichtet; 28 Durchgänge sind für eine präzise Schätzung der individuellen Steigung jedoch wenig, weshalb der Verlauf über wiederholte Sitzungen aussagekräftiger ist als ein einzelner Wert. Eine Genauigkeit von 90 % oder mehr spricht für stabiles Suchen; ist die Genauigkeit niedrig, lassen sich Reaktionszeit und Steigung weniger verlässlich deuten.

Was das Ergebnis beeinflusst und wie Sie es nutzen

Da es sich um einen Reaktionszeittest handelt, hängt das Ergebnis stark von Ihrem Gerät und Ihrer Eingabeart ab. Touchscreens, Mäuse und Tastaturen haben unterschiedliche Latenzen, und Browser wie Bildwiederholrate können die Werte um einige Dutzend Millisekunden verschieben – verwenden Sie deshalb immer dasselbe Gerät, wenn Sie den Verlauf verfolgen. Schlafmangel und Erschöpfung verlangsamen die Reaktionszeit insgesamt, Koffein kann sie leicht beschleunigen. Die Steigung nimmt mit dem Alter sanft zu, und die ersten Durchgänge dürfen Sie als Aufwärmphase betrachten, während Sie sich an die Regeln gewöhnen.

Wenn Sie den Test auf demselben Gerät, zu einer ähnlichen Tageszeit und im Abstand von einigen Wochen wiederholen, können Sie mittlere Reaktionszeit und Steigung über die Zeit verfolgen. Wenn die Genauigkeit wiederholt niedrig ist, obwohl Sie sich gut fühlen, und es Ihnen im Alltag schwerfällt, gerade Gehörtes festzuhalten, sollten Sie eine fachliche Abklärung von Aufmerksamkeit und Gedächtnis erwägen. Dieser Test ist eine Selbsteinschätzung, kein Diagnoseinstrument.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Steigung (ms pro Element) und welcher Wert ist normal?

Die Steigung gibt an, um wie viele Millisekunden Ihre Reaktionszeit im Mittel wächst, wenn dem zu merkenden Satz ein Element hinzugefügt wird. Sie ergibt sich aus einer Regression der Reaktionszeit auf die Satzgröße über die korrekten Durchgänge; je kleiner der Wert, desto schneller die Gedächtnissuche. Für Erwachsene werden meist etwa 30–40 ms pro Element berichtet, doch 28 Durchgänge lassen einen großen Fehlerspielraum – achten Sie deshalb auf den Verlauf über mehrere Messungen.

Meine Genauigkeit ist hoch, aber meine Reaktionszeit ist langsam. Was bedeutet das?

Genauigkeit und Tempo lassen sich leicht gegeneinander eintauschen: Wer vorsichtig antwortet, wird genauer, aber langsamer. Der Test setzt voraus, dass Sie schnell und richtig reagieren; ideal ist deshalb, die Genauigkeit bei 90 % oder mehr zu halten, während Reaktionszeit und Steigung mit der Zeit sinken. Auch die Latenz des Geräts und Ihre Tagesform können die Reaktionszeit um einige Dutzend Millisekunden oder mehr verschieben.

Warum werden die Ziffern nur 1,2 Sekunden lang gezeigt?

Dass der Satz 1,2 Sekunden erscheint und die Prüfziffer nach 1 Sekunde leerem Bildschirm folgt, entspricht dem Aufbau von Sternbergs Originalexperiment. Bis zu 6 Ziffern liegen in dem Bereich, den die meisten Erwachsenen in dieser Zeit ins Arbeitsgedächtnis laden können; eine längere Darbietung würde Unterschiede in der Merkstrategie ins Ergebnis einfließen lassen. Für die Antwort auf die Prüfziffer selbst gibt es kein Zeitlimit.

Kann dieser Test eine Demenz oder ADHS erkennen?

Nein. Die Sternberg-Aufgabe ist ein experimentelles Maß für die Suchgeschwindigkeit im Arbeitsgedächtnis und kein Diagnoseinstrument; allein Gerät, Schlaf und Koffein verändern die Reaktionszeit erheblich. Wenn Ihre Genauigkeit auch an Tagen, an denen Sie sich gut fühlen, wiederholt niedrig ausfällt und es Ihnen im Alltag zusätzlich schwerfällt, gerade Gehörtes festzuhalten, lohnt sich eine umfassende Abklärung in der Psychiatrie oder Neurologie.

Quellen

Diese Aufgabe basiert auf dem Paradigma aus: Sternberg, S. (1966). High-speed scanning in human memory. Science, 153(3736), 652–654. Diese Aufgabe ist eine Umsetzung von Soundary auf Grundlage eines veröffentlichten wissenschaftlichen Paradigmas. Sie ist kein kommerzielles Testprodukt und auch nicht dessen Testbogen.

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Dies ist ein Instrument zum Selbstscreening, keine medizinische Diagnose. Wenn Sie das Ergebnis beunruhigt, wenden Sie sich bitte an eine Fachperson für psychische Gesundheit.

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